Wie wir leben. Eine Ausstellung
Wie leben wir eigentlich? Also, wir Menschen? Welche Bilder sollten wir uns anschauen, welche Fotografien, um uns einer Antwort auf diese Frage ansatzweise zu nähern? Anlässlich ihres 40-jährigen Jubiläums hat sich die Kunsthalle in München dieser Frage angenommen und eine Fotoausstellung kuratiert, deren Exponate Kulturen aller Kontinente in den Blick nehmen: so die Art und Weise, wie wir produzieren und konsumieren, wie wir arbeiten und spielen, reisen und wohnen, denken und gestalten, miteinander kooperieren und in Konflikt geraten. Seit Edward Steichens diskursprägender Fotoausstellung The Family of Man ist dies nach also 70 Jahren die erste Schau, die – so das Museum – „einen solch umfangreichen Blick auf uns und unsere Welt wirft und auf das, was uns beschäftigt: Wohnen, Arbeit, Freizeit, Verkehr, Kommunikation, Bildung, Wissenschaft und Technologie.“ Aus dem Blickwinkel von über 100 internationalen und renommierten Fotografinnen.
„Civilization. Wie wir heute leben“ ist damit auch eine Schau auf die aktuelle Fotografie mit all ihren Implikationen, sei es Deepfakes, ökonomische Selbstausbeutung, Markterwartung, Entpolitisierung vs. Politisierung etc. Architektur spielt auf den meisten Fotoarbeiten vorder-, aber immer auch hintergründig eine zentrale Rolle. Zur Ausstellung erscheint ein Magazin mit 132 Seiten und ca. 150 Farbabbildungen, 16 €, nur in der Kunsthalle. Be. K.
„Civilization: Wie wir heute leben“
11.04.–24.08.2025, Kunsthalle der Hypo-Kulturstiftung, Theatinerstraße 8, München, täglich 10–20 Uhr